Nachruf Stegi

Wir sind unendlich traurig und tief betroffen vom plötzlichen Tod

unseres Gründers Thomas Stegmüller,

am 24.06.2015

 

 

Es wird in unserer Erinnerung und

unseren Geschichten weiter leben.

 

 

Einen Nachruf halten….

Dass ausgerechnet du mir das auferlegst, das hätte ich niemals geglaubt.

 

Dann habe ich mich hingesetzt und zuerst kam mir in den Sinn, dass dieses Wort eigentlich sinnverkehrt ist.

Ein Nachruf ist doch etwas Lautes….

 

Von dir müssten noch Nachrufe wie „Kinder kommt, wir gehen Eis essen!“ oder „Schatz komm her, ich möchte dich in den Arm nehmen!“

 

Dann ist da noch DEIN Nachruf, der in mir immer lauter wurde, seit jenem Mittwoch gegen Mittag, als mich Klausi angerufen hat und mir mitteilte, dass du verstorben seist. Vielleicht bei anderen auch?

 

Hätte man über manche Aussage von dir nicht noch einmal mit dir reden sollen, ehe man sie so stehen lässt und den Ärger schluckt, den sie ausgelöst hat? Warst ja manchmal schon ein bisschen eigenwillig.

 

Waren es Anstöße deinerseits, die manches Mal des Nachdenkens mehr wert gewesen wären als des darüber Stolperns, sich Ärgerns, des sich Aufrappelns, Weitermachens und manchmal gar der Abkehr?

 

Jetzt, wo du nicht mehr unter uns weilst, sind wir auf die vielen Dinge gekommen, die du begonnen hast und die viele hier gerne pflegen.

 

Boule, ein Sport, der über Jahre hinweg in dieser Region mehr und mehr Anhänger fand. Hier hast du vieles auf den Weg gebracht, auch einige große Turniere in Bruchsal  mit veranstaltet.

 

Über Boule haben wir uns kennen gelernt.

In vielen Jahren haben wir manch ein Turnier gegeneinander gespielt, oder später auch zusammen besucht und manchmal auch ganz anständig als dritte oder vierte beendet.

 

Für die Boule-Residenz waren wir oft die sichere Bank im Ligaspiel. Manchmal zu Recht. Ab und zu auch nicht.

 

Aber wirklich sehr gut befreundet haben wir uns, als ein weiteres gemeinsames Hobby uns zusammen brachte: Die Fasnacht.

 

Guggemusik. Ich bei den Schnoogebatscher, du bei Schlabbedengla, Transpiratio, den Stobbelhopplern, Uffmugge und gewiss einigen, die mir nicht eingefallen sind.

 

Das Abbutze war deine Idee.

 

Du hast 1999 die Hexen gegründet, was dazu führte, dass aus uns Beiden, die sich vom Boule her kannten, ein Team wurde, das sich fast 7 Jahre gemeinsam um den Aufbau der Narrenzunft bemüht hatte.

In der Zeit habe ich dich manchmal öfter gesehen als meine Frau, denn wir haben bald auch in deinem Geschäft mit den Flammkuchen, den Zelten und dem Catering zusammen gearbeitet.

Mancher Vorstandsbeschluss war oft auf dem kurzen Dienstweg erledigt, nämlich während wir irgendwo unterwegs waren um ein Zelt zu bauen, oder ein Fest auszurichten.

Wenn gerade nichts weiter anstand, dann waren wir häufig zusammen beim Narrenkreis, oder auf anderen Sitzungen für die Fasnacht unterwegs.

So kam es auch, dass sich 2005 unter anderem auf dein Mitwirken hin der Narrenrat formiert hat. Es war auch mit dein Verdienst, dass heute die Brusler Fasnacht von den Korporationen gemeinsam gestaltet wird.

 Als du Oberzugmarschall beim KBF wurdest, da habe ich deinen Posten als Zunftmeister übernommen und du wurdest zum Ehrenzunftrat ernannt. 

Wir, die Saalbachhexen werden dir gewiss ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

Im KBF hattest du als Zugleiter manchen Umzug begleitet, bevor du die Geschicke dieses Vereines für 5 Jahre geleitet hast.

 

Die Klosterbergtrolle waren schon angedacht, als du noch in der Narrenzunft aktiv warst. Während deiner Zeit Beim KBF hast du sie auf den Weg gebracht, und  heute sind sie eine eigene Gruppe und fester Bestandteil der Brusler Fasnacht.

 

Du warst ein Mensch, der sich in vielem engagiert hat. Oft streitbar, doch immer für die Sache.

 

Nun stehen wir hier und müssen uns von dir verabschieden. Fassungslos und betroffen, mit einem wirklich leisen, fasnachtlichen Nachruf:

Brusl Ahoi und ein ganz leises Narri Narro

 

Wir, deine Weggefährten und Freunde werden dich in unseren Erinnerungen und bestimmt in vielen Geschichten weiterleben lassen.

Denn wirklich Tot ist erst jener, an den sich keiner mehr erinnert.

 

Wir sind mit Andrea, den Kindern, Edith und allen Verwandten und Freunden traurig, dass du nicht mehr unter uns bist.

 

Markus Böhmer, am 3.07.2015